„Back to analog“: 10 konkrete Inspirationen für KMUs
Sie haben’s sicher bemerkt: Analoge Kameras, Zeichenhefte, Schallplatten, handschriftliche Briefe und Wollknäuel kehren überall zurück. Dieses Phänomen, auf Englisch „back to analog“ genannt, wird auf Deutsch oft mit „Rückkehr zum Analogen“ übersetzt oder poetischer: „die Wiederkehr des Greifbaren“.
Cela ne semble pas être juste une tendance. C’est une réaction profonde à l’hyperconnexion numérique, à la saturation des écrans, au scrolling intempestif et au manque d’authenticité que peut générer l’IA. La preuve : une partie de la GenZ prépare un analog bag, histoire de laisser son smartphone de côté.
Das ist nicht einfach nur ein Trend. Es ist eine tiefe Reaktion auf die digitale Überlastung, die Bildschirmsättigung, das endlose Scrollen und den Mangel an Authentizität, den die KI mit sich bringt. Ein Beleg: Ein Teil der GenZ packt sich jetzt einen „analog bag“ ein, um das Smartphone mal beiseite zu legen.
Die Idee ist einfach: zurück zum Greifbaren, Zeit nehmen und menschliche Verbindungen knüpfen — mit sich selbst oder anderen. Dieser analoge Trend kann als Inspiration für lokale Unternehmen dienen.
„Back to analog“ für mein Unternehmen?
Arbeiten Sie in HR oder Marketing einer KMU in Biel und Umgebung? Fragt man sich vielleicht, ob diese Bewegung auch Ihr Unternehmen inspirieren könnte?
Grundsätzlich ja — denn der Kern dieses Trends ist die Rückkehr zum Konkreten, zum Spürbaren und zur Schaffung echter Emotionen.
Genau das sind Ihre Stärken: Sie sind lokal, menschlich, nah. Und genau das macht Sie einzigartig. Das Analoge kann ein strategisches Werkzeug sein, um Ihre Beziehung zu Kunden, Teams und Region zu stärken.
10 „back to analog“ Ideen für KMUs
Unternehmen hier und anderswo, klein oder gross, haben bereits analoge Elemente in ihre Kommunikation integriert. Hier sind konkrete Beispiele als Inspiration.
- Partnerschaften nutzen, um zwei Kundengruppen im echten Leben zu verbinden — wie die monatlichen Spieleabende im Farel Bistro mit dem Spielzeugladen Delirium Ludens in Biel. Ein weiteres Beispiel: das „Livre voyageur“, das Lesungen in der Altstadt von Biel im Mangata veranstaltet.
- Verpackung personalisieren — wie der Parfümeur Bien Aimé in Paris, der die Initialen der Kundin auf den Aufkleber schreibt, der die Tüte verschliesst. Ein kleiner, aber bleibender Gestus.
- Ein low-tech-Element im Laden nutzen, um Überraschung und Neugier zu wecken — wie Casa del Libro (eine spanische Buchhandelskette), wo Kunden den Hörer eines Festnetztelefons abheben können, um Empfehlungen der Buchhändler zu hören.
- Kunden einladen, selbst aktiv zu werden — wie die belgischen Supermärkte Delhaize, die Kochkurse für Kinder anbieten. Eine Art „Ferienpass“, um einfache und zugängliche Gerichte zu lernen.
- Begegnungen im Speed-Dating-Format organisieren, mit Kunden, Lieferanten oder Partnern, um ihre Erwartungen persönlich zu hören. Wie der neue Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, der 12 Stunden lang kurze Gespräche (max. 3 Minuten) mit Bürgern führte — um ihre Sorgen, Meinungen und Wünsche zu hören.
- Ein Teambuilding-Event fernab von Bildschirmen organisieren. -zum Beispiel einen Schokoladenworkshop bei Camille Bloch oder einen Typografie-Workshop mit Officina Helvetica.
- Kassenbons in echte Geschichten verwandeln, wie die chinesische Teekette Mixue.
- Eine handschriftliche Nachricht auf einer Postkarte beilegen — nach einer Bestellung oder einem Service. Eine persönliche Geste, die heute selten ist.
- Eine „Dankeswand“ an der Rezeption einrichten — Kunden kleben einen Post-it mit einer Danksagung drauf — oder direkt an die Wand, wie im Café Tanoa in Lissabon.
- Ein Geschenk zum Jahresende an Partner, Lieferanten, Kunden und/oder Mitarbeitende mit einer handschriftlichen Karte überreichen. Kein Mail, kein PDF — etwas Echtes.
Auf das Digitale verzichten?
Auf keinen Fall! Die Idee ist, eine analoge Note und etwas Reales in eine Strategie einzubringen, die oft zu digital ist. Es geht darum, wieder echte Verbindungen im echten Leben herzustellen.
Als Beispiel: An der BFB halten unsere Dozierenden den Grossteil der Lektionen mit Slides auf dem Beamer ab. Doch sie vermitteln ihr Wissen auch anders: Gruppenübungen, persönliche Gespräche, Flipcharts — und manchmal sogar mit ein paar Leckereien mit Erdnüssen.
Unserer Meinung nach ist das als strategisches Ergänzungsmittel zu verstehen. Die Zukunft von KMUs ist weder nur digital noch nur analog. Es ist ein strategisches und menschliches Gleichgewicht. Nutzen Sie das Digitale für Effizienz, das Analoge für Emotionen. Zusammengefasst: Das Digitale verbindet Sie. Das Analoge verbindet Sie mit Menschen und hebt Sie hervor.
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